MAIN - ANIMAX -   M.E.E.T - B.E.C. - COMMUNITY - grafik version

 

 

COMMUNITY

 

 

 

 

NEWS

Gerhard Eckel

C A M E R A M U S I C A

VIRTUELLE MUSIKINSTALLATION

Ein Gemeinschaftsprojekt der GMD-Forschungszentrum Informationstechnik GmbH (IMK - Institut fuer Medienkommunikation) und der Bonner Entwicklungswerkstatt fuer Computermedien e.V. (BEC).

Verlaengert bis zum 20.November

15. September - 20. November 2000

Mo 9-12 Uhr, Di-Fr 9-12 Uhr und 15-18 Uhr, Sa-So 15-18 Uhr

Die Anmeldung ist erforderlich unter

Tel. 02225 888420 (Mo-Fr 9-15 Uhr),
um laengere Wartezeiten zu vermeiden.

In den tradierten Formen musikalischer Darbietungen sind die Rollen klar verteilt: Hier die Musiker, dort das Publikum - eine recht starre Anordnung von Produzenten und Konsumenten. In dieser Konstellation bleibt dem Zuhoerer eine entscheidende Erfahrung verschlossen: Waehrend die Musiker im Rahmen der in der Komposition vorgegebenen Moeglichkeiten fortlaufend kreative Entscheidungen treffen, z.B. den einen oder anderen Weg der Partitur einschlagen, hat das Publikum keinen unmittelbaren Zugriff auf den Reichtum an formaler Variabilitaet, der in offenen Musikformen angelegt ist.

Auf dieses Defizit zielt das Projekt "CAMERA MUSICA": Hier wird es auch einem musikalisch nicht vorgebildeten Publikum moeglich, die formale Offenheit einer Komposition durch das Experimentieren mit Klangmaterial auf eine hoechst sinnliche und spielerische Art zu erfassen.
Die vom Komponisten Gerhard Eckel konzipierte "CAMERA MUSICA" macht sich den bestens ausgepraegten und im Alltag staendig unbewusst aktiven Orientierungssinn der Besucher zunutze. Die in dieser Installation gestalteten imaginaeren Raeume stellen gleichzeitig das in der musikalischen Komposition angelegte Handlungsfeld metaphorisch dar. Waehrend man sich durch die Raeume bewegt, erfaehrt man die Musik. Grosser Schritt nach vorn, kleiner Schritt zurueck, ein Sprung zur Seite - jede Bewegung, die der Besucher bei der Erkundung der Raeume macht, findet sogleich eine musikalisch - klangliche Entsprechung. Indem also die Musik fortwaehrend der Bewegung folgt, entsteht ein intuitives Interface, das die Besucher zur Erforschung offener Kompositionen animiert.

"CAMERA MUSICA" wurde realisiert mit der Unterstuetzung von Vincent Royer, John Plate, Bodo Lensch, Martin Goebel, Aeldrik Pander, Berthold Kirsch, Jelske Kloppenburg und Harmony Eccles.

 

PRESSESTIMMEN

 

General-Anzeiger

"Mit ihrer Entscheidung, den Begriff "Multimedia' zum Wort des Jahres zu küren, hat die Gesellschaft für deutsche Sprache auf die Bedeutung der neuen Medien hingewiesen. Meistens findet das Wort jedoch nur im Zusammenhang mit immer vielfältiger werdenden Nutzungsmöglichkeiten des Heimcomputers Verwendung. Daß Multimedia aber mehr sein kann als ein PC mit CD-Rom-Laufwerk, Keyboard und zwei Aktivboxen, zeigt die in der Beueler Tapetenfabrik ansässige Bonner Entwicklungswerkstatt für Computermedien (BEC) bereits seit gut zehn Jahren auf kreative Weise. Weil das Beueler Domizil der als gemeinnütziger Verein organisierten Werkstatt jedoch längst schon keine idealen Voraussetzungen mehr bietet, war die BEC seit langem auf der Suche nach einer neuen Stätte. "Wir brauchen einen ständig nutzbaren Aufführungsraum vor allem wegen der technisch aufwendigen Konstruktion des Multimediatheaters', meint BEC-Vorsitzender Bodo Lensch."

"Vom Kintopp zur multimedialen Kunst ist es nur ein kurzer Weg" in: General-Anzeiger, 22.11.1995, Bernhard Hartmann

 

 

General Anzeiger

"Sein Zuhause fand das sogenannte Animax unter dem Dach des Kinopolis, wo es Wand an Wand mit der Filmkunst á la Hollywood den Weg in andere Computer-, Film-, Tanz-, und Tonwelten weist. Und den Weg in die Zukunft, denn das Projekt der Bonner Entwicklungswerkstatt für Computermedien beweist schon durch seine aktuelle Kooperation mit der GMD in Sankt Augustin, wie gut es einer aufstrebenden Telekommunikationsstadt wie Bonn zu Gesicht steht. Bei der EXPO 2000 wird das Animax die Namen Bonn und Bad Godesberg in die Computerwelt tragen."

"Gute Reise in die Zukunft" in: General-Anzeiger, 23.7.1999, Sylvia Schmitz

 

Bonner Rundschau

"Sein Zuhause fand das sogenannte Animax unter dem Dach des Kinopolis, wo es Wand an Wand mit der Filmkunst á la Hollywood den Weg in andere Computer-, Film-, Tanz-, und Tonwelten weist. Und den Weg in die Zukunft, denn das Projekt der Bonner Entwicklungswerkstatt für Computermedien beweist schon durch seine aktuelle Kooperation mit der GMD in Sankt Augustin, wie gut es einer aufstrebenden Telekommunikationsstadt wie Bonn zu Gesicht steht. Bei der EXPO 2000 wird das Animax die Namen Bonn und Bad Godesberg in die Computerwelt tragen."

"Gute Reise in die Zukunft" in: General-Anzeiger, 23.7.1999, Sylvia Schmitz

 

Rhein-Sieg Anzeiger

"So nah ist die Zukunft schon gerückt: Ein drei Meter hoher Würfel, ganz unscheinbar sieht er aus. Und darin sollen sich nie gekannte Welten verbergen? Feuer und Eis? Tanzende Löffel? Lebendige Comicfiguren? Hereinspaziert, auf geht's in die Zukunft. Folgsam tritt der Besucher ein, zusammen mit sechs Leidensgenossen, die alle etwas bänglich um sich schauen. Im Inneren grau in grau, glatte Flächen, ganz harmlos. Schon will der Zukunftsreisende aufatmen, da erwachen mit einem atmosphärischen Knistern und Summen die Wände, der Boden, die Decke zum Leben. Unwillkürlich rücken die menschlichen Wesen inmitten des Würfels zusammen. Aus dem Nichts heraus manifestiert sich plötzlich ein künstliches Pendant der menschlichen Originale: der Führer in die Zukunft. Erschaffen aus Pixeln und Energie und doch lebensecht genug, das Vertrauen der staunenden Besucher aus der realen Welt zu gewinnen."

"Im All über eine Brücke balancieren" in: Rhein-Sieg-Anzeiger, 24.6.1999, Christine-Felice Röhrs

 

General-Anzeiger

"Zehn, neun, acht - der Countdown läuft, die Motoren des Raumschiffes werden gestartet. Sieben, sechs, fünf - in tiefer Hocke warten die Astronauten auf den Start. Vier, drei, zwei, eins - der Boden vibriert und die Astronauten springen auf. Das Raumschiff hebt ab und die Reise in ferne Galaxien kann beginnen. Eine virtuelle Reise, die ihren Ausgangspunkt im Bad Godesberger Animax hat (...). Doch die ,Story Machine' - ist nicht nur Kinderspiel oder technische Spielerei. Vor und nach dem Besuch der Maschine werden die Kinder von der Medienpädagogin Birgit Günster betreut."

"Im Raumschiff entscheidet die Mehrheit" in: General-Anzeiger, 20.10.1999, Peter Schneider

 

Frankfurter Rundschau

"Dafür ist die rechtliche Konstruktion des Animax nicht ohne Pfiff. Es wird betrieben von der BEC, der Bonner Entwicklungswerkstatt für Computermedien, die als eingetragener Verein seit 12 Jahren die Schnittstelle zwischen Computer und Kunst mit ansehnlichen Projekten belebt. Dieser vorgeschobene Posten der Medienkunst operierte beinahe verborgen im Rechtsrheinischen, in der Tapetenfabrik, wohin kaum je ein Feuilletonist sich durchgekämpft hat. Zur Erfahrung kulturpolitischer Prioritäten gehörte dort, daß die BEC mitunter dem Schauspiel Bonn den größeren Raum überlassen mußte, der Institution, deren oberster Dienstherr sich heute überzeugt zeigt, daß ein Regisseur in zehn Jahren im normalen Theater die virtuellen Möglichkeiten der Wahrnehmung dem Zuschauer wird geben müssen. Wie das zu entwickeln sein wird, weiß Jochem von Uslar eingestandenermaßen nicht. Aber ebenso wie die Oberbürgermeisterin der Stadt, Bärbel Dieckmann, ist er den Quälgeistern von der BEC heute dankbar, daß sie in dieser Eigenschaft nicht lockergelassen haben. Mit der BEC bekommen sie einen Zipfel der digitalen Zukunft zu fassen."

"Kölsch und Ludwig van" in: Frankfurter Rundschau, 3. 7.1999, Michael Rüsenberg

 

Bonner Rundschau

"Schon vor dem Betreten des Raumes wird der Zuschauer hineinkatapultiert in eine Geschichte von moderner Einsamkeit, Verführbarkeit, Terror, Tod, Manipulation. Nicht in einer inhaltlichen Chronologie, sondern in einer eindrucksvollen sinnlichen Vielfalt aus Film- und Computersequenzen, Dias, Installation und Bild-Montage wird hier der Horror des Lebens von der werbegerecht instrumentalisierten und inszenierten Schönheit bis zur Verzweiflung des Einzelnen ausgebreitet. ,Puppet Master', das ist ein unheilverkündender Kommentar für das ausgehende Jahrtausend und für ein Jahrhundert in dem mehr Menschen getötet wurden als jemals zuvor. Der Schrecken gerinnt zeitweise auch direkt zum Bild. In einer Art Kabinett des Grauens werden Terroristen und andere Verbrecher gezeigt, deren Gesichtspartien verfremdet und gegeneinander ausgetauscht werden. Bereits jetzt läßt sich erahnen, welche Stärke in dem Projekt des Choreographen Martin Butler steckt, war es doch erst eine "Workshop'-Aufführung."

"An Fäden aufgehängt" in: Bonner Rundschau, 7.12.1999